Nationalpark Senne keine ''zielführende Lösung''
Die FDP im Kreis Paderborn spricht sich gegen die Errichtung eines Nationalparks in der Senne aus.
„Im Interesse der Menschen im Kreis Paderborn ist die militärische Nutzung der Sen-ne zu erhalten und der Abzug der britischen sowie der deutschen Streitkräfte zu verhindern“ so Jan Lackmann, liberaler Fraktionsvorsitzender im Kreistag.
Ein Abzug hätte enorme gesellschaftliche und wirtschaftliche Auswirkungen, von denen nicht nur die Kommunen mit militärischen Standorten, sondern die ganze Region betroffen sei. Aber auch die Senne mit ihrer außergewöhnlichen Artenvielfalt und ihrem hohen ökologischen Wert profitiere von der militärischen Nutzung.
„Die Senne mit ihrem einmaligen Naturraum ist auch das Ergebnis des menschlichen Einwirkens durch Militär und extensive Bewirtschaftung“ macht Lackmann deutlich. Sollte sich aber konkret abzeichnen, dass die britischen Kräfte abgezogen und der Augustdorfer Standort im Zuge der Bundeswehrreform aufgegeben werde, müsse man mit geeigneten Maß-nahmen die Senne unter Schutz stellen. Dabei gelte es aber, eine Vielzahl von Be-langen und Interessen aus Naturschutz, Anrainergemeinden, Tourismus, Erholung sowie Land- und Forstwirtschaft zu vereinen.
Um den Kreis Paderborn angesichts der aktuellen politischen Diskussion über die Zukunft der militärischen Nutzung und der erklärten Absichten der Landesregierung zu einer eindeutigen und zeitnahen Positionierung zu zwingen, hat die Liberale Kreistagsfraktion eine entsprechende Resolution in die Beratung des Kreistages eingebracht. (mw)



