FDP Kreisverband Paderborn

Sonntag, 20. Mai 2012
21.01.2011 Die Uhr nicht zurückdrehen!

Liberale zur Pro Familia - Diskussion

Mit großem Unverständnis reagiert die FDP-Kreistagsfraktion auf die Diskussion zwischen der Mittelstandsvereinigung der CDU, der Kreis-CDU und SPD, um einen 5.000 Euro Zuschuss für die sexualpädagogische Beratung bei ProFamilia.

Hierzu äußerten sich der Fraktionsvorsitzende Jan Lackmann sowie Marcel Welsing, Mitglied im Sozial- und Gesundheitsausschuss.


„Es ist bezeichnend, dass sich die örtlichen Vertreter der sogenannten Volksparteien im Kreistag vehement und ausdauernd über die Bereitstellung eines vergleichsweise marginalen Betrages streiten, der selbstverständlich einen kleinen, aber wichtigen Beitrag zur sexualpädagogischen Arbeit im Kreis Paderborn darstellt. In den Haushaltsberatungen halten sich die beiden Fraktionen bei Millionenbeiträgen hingegen vornehm zurück – bemängeln dort vielmehr, dass eine vergleichsweise kleine Fraktion wie die FDP nach intensiver Haushaltsprüfung konkrete Nachfragen und Streichungen in die Debatte einbringt“ so der liberale Fraktionsvorsitzende Jan Lackmann. Man müsse schon den Eindruck gewinnen, dass man sich lieber auf öffentlichkeitswirksame Lagerkämpfe beschränke und die wichtige Haushaltsarbeit den kleinen Fraktionen überlasse. Vor diesem Hintergrund sei die momentane Diskussion hinsichtlich ihres Zeitpunktes und Ausmaßes völlig unangemessen.

Sein Fraktionskollege Marcel Welsing, zugleich Mitglied im Sozial- und Gesundheitsausschuss, bekräftigt das Abstimmungsverhalten der Liberalen im Kreistag. „Endlich hat die CDU-Mehrheitsfraktion erkannt, dass ihre Haltung hinsichtlich der sexualpädagogischen Beratung längst von der Realität eingeholt wurde. Es ist natürlich wichtig, dass auch konfessionslose Beratungsstellen jungen Menschen durch präventive Aufklärung helfen und so die Anzahl ungewollter Schwangerschaften reduzieren können.“ sieht Welsing gute Gründe für ein vielfältiges Beratungsangebot im Kreis Paderborn. Es sei schon ernüchternd, wenn nun gewichtige Stimmen in der CDU laut würden, die mit Stimmungsmache versuchen, die Uhr zurück zu drehen.  „Diese Diskussion werden wir mit den Vertretern der CDU gerne im Rahmen der Haushaltsberatungen am Jahresende wieder aufnehmen“, so Lackmann und Welsing abschließend.


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